Tierwelt im eigenen Garten

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Besonders faszinierend in Uganda ist das Wildleben, welches man in seinem eigenen Garten findet. So hat uns letzte Nacht unser Hund aus dem Bett gebellt, weil sich im Baum eine Wildkatze aufgehalten hat. Kleiner Kopf, gestreifter Schwanz, gepunktet wie ein Leopard, Groesse einer normalen Hauskatze. Ich habe keine Ahnung, was fuer eine Wildkatze das genau war und leider ist das Foto auch nicht so gut geworden, weil es stockdunkel war und die Katze weit oben im Baum.

Manchmal gibt es auch Besuch von Affen, die im Garten wild herumspringen, miteinander spielen und enorm neugierig sind. Hier ein Foto eines Affen, der vor Neugier platzt und unsere aus England mitgebrachte Katze kennenlernen moechte, die aber einfach weiterschlaeft und sich nicht aus der Ruhe bringen laesst.

Es gibt tausende verschiedene Vogelarten in herrlichen bunten Farben, grosse und kleine, die den gesamten Tag in den Baeumen singen und musizieren. Die vielen Vogelstimmen verstummen nur in der Nacht. Oftmals kommen die Voegel auch auf die Wiese auf der Suche nach Wuermern, besonders, nachdem man frisch gemaeht hat. Der Voegel sind so viele, dass weder Hund noch Katze Notiz von denen nehmen.

Arbeitet man im Garten, so finden sich ueberall gut versteckte Chameleons, die die Farbe ihrer Umgebung annehmen. Eigenartige Tiere, wenn man diese sich mal aus der Naehe anschaut; kleine Dinosaurier. Sie sind ueberhaupt nicht aengstlich, und lassen sich anfassen und auf die Hand nehmen zum naeheren Betrachten.

Schlangen haben wir nur zwei mal gesichtet waehrend der zwei Jahre im eigenen Garten und in der freien Natur so gut wie gar nicht. Nur einmal hatte ich eine Schlage gesehen, die die Strasse kreuzte als ich mit dem Auto durch ein Moor unterwegs gewesen bin. Diese Tiere sind scheue Tiere und vermeiden den Menschen, vor allem da wir auch nicht zu deren Nahrungskette gehoeren. Nur grosse Phytons koennen einem Menschen gefaehrlich werden und es sollen Vorfaelle bekannt sein, wo Phytons auch ausgewachsene Personen verschlungen haben.

Inwieweit das allerdings nur Geruechte und kleine-Kinder-Schauergeschichten sind, weiss ich nicht; aber es soll angeblich einen Securityguard vom GTZ Office vor zwei Jahren erwischt haben. Es wird spekuliert, wie betrunken er gewesen sein muss, um nicht um Hilfe rufen zu koennen.

Faszinierend sind auch die vielen Geckos, die abends auf den weissen Waenden in Erscheinung treten. Diese eigenartigen Tiere sehen fast durchsichtig aus und falls man diese mit dem Finger beruehrt, lassen sie ihren Schwanz abfallen und rennen weg.

Wir sind am Packen und Abreisen; und das Wildleben wird sicherlich eines der Dinge sein, die wir am meisten vermissen werden, wenn wir nun zurueck nach England gehen.